Im September 2026 wurde in Dittingen eine Umfrage zum öffentlichen Verkehr durchgeführt. Insgesamt gingen 30 Rückmeldungen ein. Ziel war es, ein Stimmungsbild zum heutigen Busverkehr und zur Frage zu erhalten, ob die Anzahl der durchs Dorf fahrenden Busse als zu hoch empfunden wird.
Deutliche Mehrheit gegen eine Reduktion
Die Ergebnisse fallen klar aus: 27 von 30 Teilnehmenden (90 Prozent) beantworteten die Frage, ob sie die Anzahl der durchs Dorf fahrenden Busse als zu hoch empfinden, mit Nein. Lediglich drei Personen (10 Prozent) bejahten diese Frage.
Auch bei der Beurteilung des heutigen Busverkehrs zeigt sich eine klare Tendenz. 27 Personen wählten die Antwort «zu wenige Verbindungen», während drei Personen «zu viele Verbindungen» angaben. Dabei ist zu berücksichtigen, dass bei dieser Frage keine neutrale Antwortmöglichkeit wie «passt so» angeboten wurde. Einzelne Kommentare weisen ausdrücklich darauf hin, dass das bestehende Angebot als passend empfunden wird.
Gute Anschlüsse und verlässliche Verbindungen sind wichtig
In den schriftlichen Rückmeldungen wird deutlich, dass der öffentliche Verkehr für viele Einwohnerinnen und Einwohner ein wichtiger Bestandteil des Alltags ist. Besonders häufig angesprochen werden bessere Anschlüsse an die Schnellzüge in Laufen und Basel sowie verlässliche Verbindungen zu den Hauptverkehrszeiten.
Auch die Bedürfnisse von Schülerinnen und Schülern werden erwähnt. Gewünscht werden unter anderem frühere Verbindungen über Mittag und direktere Fahrmöglichkeiten zwischen dem Dorf und dem Bahnhof Laufen. Lange Wartezeiten und ungünstige Anschlüsse erschweren aus Sicht einzelner Teilnehmender den Schulweg und das Pendeln.
Weitere Rückmeldungen betreffen die Verbindungen am frühen Morgen, am späten Abend und in der Nacht. Insbesondere für Berufstätige mit unregelmässigen Arbeitszeiten sowie für Jugendliche und junge Erwachsene ist ein ausreichendes Angebot wichtig.
Mehrere Personen betonen zudem, dass ein guter öffentlicher Verkehr die Attraktivität des Dorfes erhöht und auch Menschen ohne eigenes Auto eine selbstständige Mobilität ermöglicht
Kritische Stimmen thematisieren vor allem die Dorfdurchfahrt
Die drei Personen, welche die Anzahl der Busse als zu hoch empfinden, äussern unterschiedliche Bedenken. Genannt werden insbesondere die Lärm- und Umweltbelastung sowie das Nachtangebot am Wochenende. Eine Rückmeldung weist zudem auf die engen Strassenverhältnisse, unübersichtliche Kurven und die Verkehrssicherheit bei der Durchfahrt grosser Busse hin.
In diesem Zusammenhang werden als mögliche Ansätze eine Verlegung der Haltestelle im Bereich Alte Strasse/Hauptstrasse sowie eine Tempo-30-Regelung vorgeschlagen. Diese Vorschläge sind Rückmeldungen aus der Umfrage und stellen noch keine beschlossenen Massnahmen dar.
Ein differenziertes Bild für die weitere Diskussion
Die Umfrage zeigt, dass die grosse Mehrheit der Teilnehmenden die Anzahl der Busse nicht als zu hoch einschätzt. Gleichzeitig machen die Kommentare deutlich, dass es bei der Qualität des Angebots noch Verbesserungspotenzial geben könnte – insbesondere bei den Anschlüssen, den Verbindungen nach Laufen und den Fahrzeiten für verschiedene Bevölkerungsgruppen.
Die Rückmeldungen liefern damit eine Grundlage für die weitere Diskussion über den öffentlichen Verkehr in Dittingen. Bei der Beurteilung möglicher Anpassungen sollten sowohl die Anliegen der direkt betroffenen Anwohnerschaft als auch die Bedürfnisse der ÖV-Nutzenden berücksichtigt werden.
Hinweis: Die Auswertung beruht auf 30 eingegangenen Antworten. Sie gibt die Meinung der Teilnehmenden wieder und ist nicht automatisch repräsentativ für die gesamte Bevölkerung von Dittingen.